








Japan - Der Weg zum Reiseziel
Ein Land, dass in der heutigen Zeit in aller Munde ist. Aktuell eines der beliebtesten Reiseziele der Welt und auch in Deutschland ist in deinem Bekanntenkreis mit Sicherheit mindestens eine Person, die entweder schon einmal in Japan war und von der Reise schwärmt oder unbedingt hinmöchte.
Doch war das nicht immer so.
Drehen wir die Uhr doch ein wenig zurück zu einer Zeit vor Social Media, in meine Kindheit in den 90ern und Anfang der 2000er.
Wenn man keine familiäre Bindung zu Japan hatte, dann waren wohl Anime die erste Verbindung in ein Land, das für den einfachen Kurzurlaub viel zu weit weg liegt und in Deutschland nur für Kenner und Geschäftsleute so richtig interessant war.
Japan war für uns das Land, aus dem viele unserer Elektrogeräte und Autos kommen und vielleicht hat man schon einmal von den Ninja und Samurai gehört oder einmal Sushi gegessen. Oh mein Gott, roher Fisch!
Doch viele konnten zu dieser Zeit Japan nicht von China unterscheiden und von Südkorea hat auch kaum jemand etwas gehört. Es war ein Land zu unbekannt, zu fremd, um wirklich das Interesse der Massen zu schüren.
Doch mit dem Aufschwung des Internets und der sozialen Netze kam auch Japan als Reiseziel immer mehr in den Fokus der Welt. Zuerst durch die faszinierende Popkultur, die man zwar schon kannte, aber nun immer mehr mit dem Herkunftsland in Verbindung brachte. Videospiele, Anime, aber auch Kampfsport waren da die großen Vorreiter der japanischen Kultur in Deutschland.
Der Social Media Hype rund um das Land als Reiseziel begann mit den ersten Vlogs. Youtuber, die begannen von dem Land der Convenience Stores, Maid Cafés und Schreine zu schwärmen. Unter ihnen zum Beispiel Chris Broad von dem ich selbst ein Fan bin. Als Chris seine ersten Videos veröffentlichte, war das nicht im Sinne der Popularität, doch war es der Beginn einer Ära.
Zuerst durch das Internet, dann durch Streaming Plattformen fanden immer mehr Anime und Videospiele ihren Weg in den Westen. Die „Cartoons“, für die man früher schief angesehen wurde, waren plötzlich cool. Man begann die ersten japanischen Lieder zu hören und Animeserien auf Japanisch mit Untertiteln zu schauen, was zum Beispiel mein erster Kontakt mit der Japanischen Sprache war.
Ich möchte die Begeisterung um Japan, die jetzt herrscht gar nicht als Hype bezeichnen. Ein Hype ist etwas, dass aus dem Nichts kommt, schnell einen Höhepunkt erreicht und dann wieder durch etwas anderes ersetzt wird. Labubus sind zum Beispiel ein Trend, der gehypt wurde und dann wieder versiegte. Oder speziell auf Japan bezogen, die plötzliche Popularität des Matcha Lattes.
Japan ist da anders. Das Interesse hat sich über Jahrzehnte aufgebaut und graduell immer weiter gesteigert. Dass es, wie es im Moment scheint, urplötzlich explodiert ist, liegt wie schon erwähnt an den Sozialen Medien, sowie an der Covid Pandemie, in der wir lange Zeit nicht Reisen konnten und im Gegensatz dazu, viel Zeit hatten Content zu konsumieren. Und kaum waren die Reisebeschränkungen aufgehoben sind die Besucherzahlen explodiert und sind noch immer am Steigen, was natürlich auch dem momentan günstigen Yen zu verdanken ist, was das Reisen (wenn auch nicht unbedingt den Flug) um einiges günstiger als vorher macht.
Doch worauf möchte ich hinaus?
Menschen interessieren sich für Japan aufgrund unterschiedlicher Quellen, jedoch ist das Bild häufig verklärt, idealisiert und mit einem von dutzenden Filtern belegt. Die Neugier an Japan ist groß und der Drang sich von allen, die schon gereist sind abzusetzen und was Individuelles zu erleben, aber gleichzeitig die bekanntesten Sehenswürdigkeiten nicht auszulassen ist enorm.
Doch gibt es eine Möglichkeit beide Bedürfnisse zu erfüllen und die Antwort lautet:
Wissen, Verstehen, Immersion.
Es ist wie der Unterschied zwischen einem Foto und tatsächlich dort zu stehen, den Menschen zu lauschen und das Essen in der Luft zu riechen.
Japanisch sprechen verschafft dir ein Gefühl der Zugehörigkeit und gut angewandt das Interesse der lokalen Bevölkerung.
Die soziale Etikette zu beherrschen und mit den richtigen Manieren die sozialen Werte zu verstehen lässt dich viel entspannter reisen und gibt dir ein besseres Verständnis rund um das Alltagsleben der Menschen, die dir auf deiner Reise begegnen werden.
Vorgeplante Reisen zu faszinierenden Orten und Gegenden, wo du bei deiner ersten Reise niemals hingegangen wärst, die aber deine Erfahrung einzigartig werden lassen und abrunden.
Je mehr Facetten von Japan du verstehst desto intensiver wird dein Erlebnis sein.
Es ist mein Ziel mehr Menschen von dem echten Japan zu begeistern und gleichzeitig nachhaltigen Tourismus zu fördern, der den Druck auf die lokale Bevölkerung mindert und zu verstärkter Kommunikation führt.
Obwohl wir alle Menschen und Teil dieses Planeten sind, haben wir uns als Individuen, aber auch als Gruppierungen wie Länder unterschiedlich entwickelt. Viele Unstimmigkeiten haben im Laufe der Geschichte zu Konflikten geführt, doch möchte ich meinen Teil dazu beitragen, dass wir in diesem Zeitalter der globalen Kommunikation Wege finden, dass gegenseitige Verstehen zu stärken und auch interkulturelle Beziehungen aufzubauen.
Und natürlich die besten Erfahrungen unseres Lebens zu machen!
Ich hoffe, dass ich dich irgendwann einmal in einem meiner Kurse sehen werde, doch schon allein, dass du hier auf meiner Seite warst, zeigt, dass dein Interesse weiterreicht, als das nächste Tiktok Video und das freut mich sehr.
Japan und seine Kultur ist ein großer Teil meines Lebens und ich möchte die Freude und Erfahrungen, die ich gemacht habe, hier gerne mit dir teilen.
